Gedankenzirkus deluxe.
Ich schreibe zurzeit an einem Buch und ab und an ein paar kreative Texte, die ich hier ausstellen möchte, falls jemand an meiner poetischen Ader teil haben möchte, so tue er die unter der Rubrik Poetry.


Ostern

Ostern steht vor der Tür.
Kann man ja zulassen, die Tür.
Besinnt man sich auf den Ursprung des Festes, welches ja Christi Himmelfahrt und das Ende der Fastenzeit darstellen soll, dürfte man meinen es wäre ein eher andächtiges Fest.
Aber nein. Stattdessen nutzen wir es als Gelegenheit unsere Kinder mit chemieverseuchten Süßkram voll zu stopfen, sie mit allerhand materialistischen Zeugs zu überschütten, uns selbst maßlos zu überfressen und anschließend zu besaufen.
Herzlich willkommen lieber kapitalismus, tritt ein geschätzter übermäßiger Konsummissbrauch.
Und dann heult wieder Groß und Klein, die Bikinifigur ist widermal dahin, als wäre sie es nicht schon von Anfang an gewesen. Gummibärchenstämmen ist auch im Jahre 2009 keine anerkannte Sportart, wäre aber, bei der Betrachtung des ein oder anderen Rubensprachtkörpers, eine erstrebenswerte olympische Diziplin, bin ich natürlich nicht von ausgeschlossen, weiß ich, danke.
Liebe Jugend, möge die Wirtschaftskrise, die ein inniges Verhältnis mit der Finanzkrise hat, euch zeigen, dass christliche Feste, so atheistisch ich auch sein mag, nicht dazu da sind, die geheuchelte Zuneigung anhand von materialistischem Schnickschnack zu zeigen.
Dann lieber ganz sein lassen.
Der Lieferdienst der Pizzeria ist da schon aufrichtiger, der Besucht euch nur weil er Geld dafür bekommt, hallo liebes 21.Jahrhundert, erweiterter Suizid aller.
Versucht euch mal in wahrer Zuneigung, anstatt das Portmonaie zum abnehmen zu zwingen, macht das mal lieber selbst, zwecks Bikinifigur, von mir auch für die Badehose.
Das einzig Gute was zum Ende noch bleibt:
Alkohol, Ostern ist gerettet.
In dem Sinne: Frohe ostern, kräftigen Kater, wenn nicht sogar Tod.


 

 


Chatten?
Nein Danke!






Wer hat nicht schon einmal in einem Chatroom kräftig in die Tasten gehauen, und vielleicht
gelogen das sich die Balken biegen bis sie brechen?
In diesem Buch will ich ihnen keinesfalls die Lust am chatten nehmen, lediglich sie vor ein paar
Fallen warnen,
oder ihnen aufzeigen wie sie mehr Spaß entwickeln.





Chatten ist Selbstbestätigung.
Schließlich bin ich real, bei den anderen weiß ich es nicht.



 





Kapitel 1



Erste Erfahrungen


Und wiedereinmal schlage ich mir selbst ins Gesicht, ich fasse es einfach nicht, woher nehmen
einige Menschen nur so viel Idiotie, die Phase in der ich noch drüber lachen kann überschreiten
einige um Lichtjahre, und es tut einfach nurnoch weh.
Mich faszinieren Gespräche in Chatrooms, mal ganz ehrlich, wer kommt denn nicht mal in die
Versuchung online einen solchen Chatroom zu “betreten” und es gibt viele tolle Sachen dort zu
lesen, man bleibt hängen, wie auf einem Trip, nur nicht so schädlich für den Körpern eher für die
Nerven. Teilweise lustig, teilweise idiotisch und schon fast echt traurig, das Beste ist es immer noch
sich die Menschen hinter den teilweise komplett vergewaltigten Sätzen vor zu stellen, eigentlich
zum heulen das ich die Erfahrung machen musste das sich die Menschen in Chatrooms nicht dumm
stellen, die sind echt so, die können nicht einfach nur nicht lesen oder schreiben, denen fehlt
jegliches Talent zum Denken.
Einmal in diesen Chatrooms kommt man natürlich nach tagelangem, wochenlangem Gerede auch
mal zu dem Punkt an dem man sich vielleicht mal trifft oder telefoniert. Lustige Sache, der oder
diejenige die bis vor zwei Minuten noch total auf die Kacke gehauen hat, hüllt sich auf einmal in
Schweigen.
Nicht verzagen, reden ist Silber, schweigen ist Gold, mir persönlich steht übrigens Silber besser,
oder Titan ist auch ganz nett, wer möchte auch Platin. Nun denken sie sich, ,,Dann leg ich einfach
auf” ja, doch, das könnten sie tun, säßen sie nicht mit diesem Sprichwort vergötterndem Geschöpf
in einem Café, kein Ton bringt er oder sie raus und als derer der sie nun die Initiative ergreifen
müssen, fragen sie sich verzweifelt worauf sie sich da wieder mal eingelassen haben und ob es in
diesem Café auch harten Alkohol gibt, Fehlanzeige, auf den guten Eindruck hätten sie jetzt
allerdings eh geschissen.
Also nach einer Stunde quälendem, stockendem und keinesfalls amüsanten Gespräch verlassen sie
aufatmend das Café- wenigstens war der Kaffee gut-. Es sei den sie hatten sich fälschlicher Weise
die große Liebe von diesem Treffen versprochen, aber dann haben sie schon mit dem Betreten des
Chatrooms verloren gehabt, sich online gezielt einen Partner suchen klappt so ziemlich nie, wenn
sie sich jetzt fragen woran das liegt- Was weiß ich denn??- , eventuell sind sie zu verkrampft für
Spass, sie suchen gezielt nach passenden Eigenschaften und vergessen dabei das im Internet jeder
sein kann wer er oder sie sein will, im Internet wird selbst der langweilige BWL - Student zu
Superman- War Superman nicht eigentlich ein langweiliger Typ, Reporter, oder nicht?!- und das
graue Mäuschen zu Heidi Klumm. PING Willkommen im Erdgeschoss Realität, hier hat unsere
BWL- Student nicht seinen flatternden roten Umhang, sondern eine Menge Bücher und schlaue
Heftchen.
Um all zu große Enttäuschungen sollten sie auch Channel wie “Love”, “Dating” und ähnliche
meiden.
Nach diesem durchaus unangenehmen Blinddate ist nur zu hoffen sie haben nicht zahlen müssen.
Sie können es aber trotzdem nicht lassen und setzten sich erneut vor ihren Rechner und betreten
tatsächlich den Chatroom und das schwerlich losgewordene Geschöpf, welches ihnen den
Nachmittag versaut hat, ist auch anwesend und scheint sich riesig über sie zu freuen. ,,Ach du
Scheiße”, wäre wahrlich der Richtige geistige Ausdruck für diese Situation, sie verstehen gar nichts
mehr und die Person die vor einer Stunde nicht einen vernünftigen Satz zusammen bekommen hat
quatscht nun wahre Romane.
Meine Empfehlung: Schnell weg! Weitere Folgen sind eventuell nicht mehr zu (er)tragen. Vielleicht
wechseln sie auch ihre Onlineidentität, nur für alle Fälle.
Unter Umständen will sich dieses Persönchen noch mal mit ihnen treffen und nach diesem verbalen
online Erguss dieses Geschöpfes lassen sie sich noch einmal drauf ein, es sei denn sie haben die
schmerzliche Erinnerung noch vollständig im Gedächtnis.
Wieder das selbe Café, nichts passiert, sie glotzen sich womöglich Gegenseitig an, sprechen kurz
über gegenseitiges Befinden, ein Kommentar zum Wetter, die Sprachreserven sind erschöpft.
Spulen wir mal vor, wieder im Chatroom, er oder sie haben glücklicherweise ihre
Kommunikationsfähigkeit wiedergefunden, erstaunlich, schien diese doch vor Kurzem noch für
immer verschollen.
Nun also fragt sie oder er ob Ihnen bei diesem Treffen etwas aufgefallen sei, beinahe hätten Sie
gesagt das Ihnen wohl etwas aufgefallen sei, Cafés scheinen ihm oder ihr die Sprache zu nehmen,
aber Sie sind gut erzogen, diesmal zum Leidwesen für Sie, und sagen Ihnen sei nichts besonderes
aufgefallen. Sie vermuten einen kürzlich zurückliegenden Friseurbesuch, nicht so schlimm, kann
man ja mal übersehen. Ich muss Sie enttäuschen. Spießroutenlauf Nummer eins hat gerade
begonnen. Er oder Sie gesteht Ihnen, er oder sie habe sich in Sie verliebt, Sie glauben Ihr
Lesevermögen lässt Sie im Stich, leider nicht, Sie lesen noch genauso gut wie vorher. Erneut
werden Sie gefragt ob Ihnen gar nicht aufgefallen wäre wie still er oder sie nun im Café waren.
Lachen Sie ruhig, der oder die Betreffende sieht und hört es ja nicht. Natürlich ist es Ihnen NICHT
aufgefallen, Sie haben ja nicht die Wörter gezählt die bei den 2 Treffen insgesamt gefallen sind um
nun heraus zu finden wann der- oder diejenige Schweigsamer war. Bleibt zu hoffen Sie haben Ihre
Handynummer noch nicht raus gegeben, denn noch besteht die Möglichkeit einfach den Bye-Button
zu betätigen.






Kapitel 2

Reue


Scheiße, Sie haben den Bye-Button nicht betätigt?
Dann machen Sie sich auf was gefasst, Sie sind selbst dran Schuld und nun sehen Sie mal zu.
Es gibt Mensch in dieses Onlinechatrooms die sich wahnsinnig in Sachen hinein steigern können, es
kommt Ihnen vor als breche deren ganze Welt zusammen, das Schlimme daran ist, die  spielen das
nicht, die sind wirklich so sensibel und nun sagen Sie denen mal das Sie kein Interesse an dieser
Person haben, spielen Sie einfach vor Sie haben einen spontanen Herzinfarkt, ist online ein wenig
schwierig, aber vielleicht haben Sie auch schon vorher klar gemacht das Sie ein absolutes
Multitalent sind, dann wird der gespielte Herzinfarkt vielleicht doch glaubwürdig.
Oder sagen Sie einfach knallhart was Sie denken und versuchen Sie einfach mal ihr Gewissen nicht
zu benutzen, vielleicht entwickeln Sie ja auch eine perverse Art von Spass daran anderen Menschen
online Schmerzen zu zufügen, für diesen Fall lohnt sich der Satz ,,Das Leben ist kein Ponyhof” am
Ende des Gesprächs, Sie sollten allerdings keinen Groll gegen die Bezeichnung “Arschloch” hegen,
denn damit werden Sie von Nun an öfter betitelt.
Sie haben ihren Kommunikationspartner nun langsam wieder beruhigt und er ist nun nicht mehr
Suizidgefährdet, oder auch nicht, je nachdem wie Sie gehandelt haben.
Sie gehen also in den normalen Chatalltag zurück, wo Sie sich von den oralen Ergüsse der anderen
beduseln lassen.
So leicht auf ein Treffen lassen Sie sich nun ganz sicher nicht mehr ein, es sei denn, Sie haben an
dem Satz ,Das Leben ist kein Ponyhof!” gefallen gefunden. Gehen wir mal vom ersten aus,
ansonsten hätte das Buch hier keinen Sinn mehr, sollten Sie aber zur zweiten Kategorie gehören, tja,
dann war das jetzt rausgeschmissenes Geld, was Sie nicht zurück bekommen werden,  aber allein
aus Spass, lesen Sie doch einfach weiter. Vielleicht erhaschen Sie noch einen wertvollen Tipp, den
Sie auch anderweitig nutzen können.
Im sogenannten “Reallife” was Sie ja alle angeblich noch besitzen, es tut mir leid aber wer zehn
Stunden im Chat hängt, der kann kein “Reallife” mehr haben, schließlich geht der Normalbürger
eventuell unter Umständen noch arbeiten und schlafen soll ab und zu auch nötig sein, und sagen Sie
mir bitte nicht sie wären Büroarbeiter, so viele Büroarbeiten, wie es Dauerchatter gibt, sind gar nicht
vorhanden. Jetzt sollte die allgemeine Frage lauten ,,Woher weiß sie das ich den ganzen Tag online
bin???” ganz einfach, ich bin es selbst, irgendwoher muss ich ja meine Informationen haben. Aber
keine Sorge, so krank wie Sie das ich jeden Tag zehn Stunden in Chatrooms rumhänge bin ich
nicht, leider ruft mich die Pflicht des Lebens, damit ich es mir auch in Zukunft leisten kann, das
Onlineleben der anderen schriftlich fest zu halten und Ihnen damit wertvolle Erkenntnisse zu
liefern, welche Sie wohl dazu anregen werden auch ihr Leben vollzeitig in Chatrooms zu
verbringen, mit der Ausrede ,,Nur mal schauen, ob das auch stimmt”. Teufelskreis. Was soll’s.
Vielleicht schreckt Sie das Buch auch von Chataktivitäten ab, mein Glückwunsch, sie werden ihr
reales Leben mehr schätzen lernen.
Sie sind jetzt also ein sogenannter Stammchatter oder auch Stammi unter den Superchattern. Und
als Stammchatter sind Sie natürlich über alles was in Ihrem Stammchannel los ist bestens
informiert, und natürlich sind Sie auch genervt von den neuen Chattern die sich mehr als deutlich
von den permanent Chattern hervorheben, durch ihr Unwissen über die Funktionen im Chat und Sie
sind es natürlich auch schon lange leid geworden das Lexikon zu spielen, schließlich mussten Sie
sich ja auch alles selbst aneignen und am meisten nerven Sie diese Fragen “Wer will chatten? press
333!” Fern ab von dem Bewusstsein das Sie doch die selben Fehler kurze Zeit zuvor begangen
haben, aber das hindert Sie natürlich nicht an einem entnervten Augenrollen. Als ,,Stammi” kennen
Sie jetzt natürlich auch viele andere ,,Stammis”, begrüßt wird sich nun trotz Unkenntnis mit
“*Knuuuutsch*, *knuddel*” oder anderen mehr oder weniger intimen Aktionen. Trotz der
Stammchatter lassen Sie sich auch mal dazu herab mit Neuen oder sogenannten “Touris” zu
sprechen, Vorzugsweise wenn gerade kein anderer Stammchatter anwesend ist, denn noch ist Ihre
zugegebenermaßen sinnlose Stellung nicht ganz gesichert, welche sich aber durch ein paar
24h-dauer-online-Besuche schnell festigt. Ob Sie nun dabei aktiv im Chat sind oder nicht ist
übrigens völlig egal, Hauptsache die anderen lesen Ihren Namen in der Anwesenheitsliste,
allerdings sollten Sie um authentisch zu wirken immer mal alle 2 Stunden ein Kommentar in den
“Raum” werfen, ob nun sinnvoll, zum Thema passend oder nicht. Denn im Endeffekt ist chatten auf
jeder Basis so ziemlich sinnlos, woher wissen Sie denn bitteschön mit wem Sie denn da gerade
genau reden, das Ding mit Superman und Heidi Klumm hatten wir ja schon, also stellt sich ja im
gleichen Atemzug die Frage, wieso also etwas auf die Aussage eines irrealen Chatters setzen, davon
kann man sich schließlich auch nichts kaufen. Sie vertreten also jetzt die Meinung ,, Im Chat ist
eigentlich und sowieso alles sinnlos!”. Was zum Henker wollen Sie dann in einem Chat, dann
können Sie sich ja auch gleich in den Regen setzen und über die krasse Sonne meckern. Da haben
Sie ja jetzt wirklich nichts gekonnt, wollen wir doch mal ehrlich sein, chatten macht süchtig und
trotz dieser langen Chatterkarriere macht es Ihnen nach wie vor noch eine Menge Spass, denn jede
Phase hat ihren Reiz. Und keine Sorge, es kommt in Ihrer Chatterkarriere vielleicht noch besser.
Als Stammchatter sind Sie ja selbstverständlich über den aktuellen Klatsch und Tratsch im Channel
informiert, wie im wahren Leben, Geheimnisse das ist etwas das man eben nicht für sich behalten
kann, erst recht nicht im Chat! Sie wissen  also wer sich mit wem getroffen hat, wer wen gevögelt
hat und wer wen liebt und zum gegebenen Zeitpunkt auch wer von wem schwanger ist, oder wer
sich wieder getrennt hat. Noch vertreten Sie, nach wie vor, die Ansicht, Chatterblinddates können
nur in die Hose gehen, was bei Ihren Erfahrungen ja auch durchaus verständlich ist.







Kapitel 3

Einführung Chattertreffen
 


Herzlichen Glückwunsch Sie haben Kapitel 3 erreicht. Und im Channel geht ein heißes Gerücht um,
ein Chattertreffen wird geplant und auch Sie sind eingeladen, und tatsächlich Sie fangen an zu
überlegen nicht doch hin zu gehen, diesmal sind Sie ja nicht mit einer einzelnen Person alleine
sondern treffen sich mich mindestens noch 15 anderen Leuten und Sie können sich sogar vorstellen
das es Spass machen könnte, schließlich treffen Sie dort die ganzen Saubeutel mit denen Sie 2/3
ihres Tages verbringen und mit denen Sie gekonnt Sprüche und Witze durch den Raum
katapultieren. Ich möchte Ihnen hier nicht zu nahe treten, denken Sie vielleicht nicht das Sie ihre
Freizeit durchaus sinnvoller und produktiver nutzen können? Zum Beispiel könnten Sie mal  wieder
etwas für Ihren Wabbelkörper tun, Gummibärchenstämmen zählt nicht unbedingt zu einem
Leistungssport auch wenn Sie sich deren Gewicht direkt auf die Hüfte legen und damit
Dauergewichtheben betreiben.
Ich bezweifle, aus gegebenen Erfahrung, das Sie zu den 0,3% gehören, die beim Chatten regelmäßig
auf dem Stepper stehen, so etwas brauchen Sie auch nicht versuchen im Chat jemandem weiß zu
machen, jeder Chatter weiß insgeheim, dass der, auf der anderen Seite der Leitung, mindestens
genauso stinkend faul ist, wie man selbst, außerdem ist an Ihrer Kommunikationsgeschwindigkeit
bereits ab zu lesen das Sie wohl eher kein Sport nebenbei machen, das liegt einfach an der
Verzögerung der Aktivitäten durch die Fähigkeit des Multitasking, versuchen Sie mal ein bekanntes
Buch zu lesen und gleichzeitig ein Lied zu singen welches Sie bereits auswendig können und
stoppen Sie dabei die Zeit. Wenn Sie nicht sowieso kläglich versagen, werden Sie fest stellen das
Sie entweder die Melodie total verzerren oder einfach sehr, sehr langsam lesen, vorausgesetzt Sie
haben nicht nur einfach ein paar Buchstaben zusammengereiht sondern wirklich den Inhalt
verstanden, so das Sie Ihn auch wiedergeben können. Übrigens wäre ich Ihnen sehr verbunden,
würden Sie für diesen Test ein beliebiges anderes Buch nehmen, und nicht gerade mein Werk der
geistlichen Ergüsse. Faust oder Woyzeck bieten sich übrigens für Fortgeschrittene oder Arrogante
Schnösel an. Da es nun aber einmal nicht meine Aufgabe ist, Ihr Multitasking zu fördern oder Ihr
Selbstbewusstsein in den Boden zu stampfen, komme ich nun wieder zu meinem eigentlichen
Thema - übrigens bin ich davon überzeugt das Sie Letzteres auch sehr gut ohne mich bewältigen,
bei einigen reicht ja schon der Blick in den Spiegel am frühen Morgen und das Selbstbewusstsein
schrumpft so gewaltig in sich zusammen, das es tatsächlich einfacher wäre die Nadel im Heuhaufen
zu fnden, welches übrigens eine völlig unsinnige Phrase ist, sollte ich die Nadel tatsächlich im
Heuhaufen verlieren, nehme ich mir einfach eine Neue, denn wer nur eine Nadel hat, ist echt arm
dran-.
Sie entscheiden sich also für das Chattertreffen, sehen zufällig in den Spiegel und bemerken das Sie
großflächig gesehen nicht unbedingt den Astralkörper besitzen, den Sie seit je her im Chat selbst
loben, einigen mag das jetzt völlig egal sein, denn Sie finden auch ihre Bierwampe extrem sexy,
man könnte ja noch behaupten die Muskeln ordnen sich bei Ihnen leider nur falsch an, da ich aber
bezweifle das Sie zu diesem Persönlichkeitstypen gehören - ganz einfach deshalb weil Sie sich sonst
niemals dieses Buch gekauft hätten- bekommen Sie jetzt natürlich ein wenig Panik, der erste Schritt
wäre jetzt übrigens das Gummibärchen in Ihrer Hand wieder in die Tüte zu legen oder am Besten
ganz weg werfen (nach Afrika schicken lohnt sich leider nicht, denn bis dahin werden die
Gummibärchen bereits ein Eigenleben entwickelt haben), das alleine hilft Ihnen aber im Endeffekt
nicht wirklich weiter, am Besten ist jetzt nach etlichen Monaten (oder Jahren) doch mal die
Turnschuhe zu greifen und den Körper in Form zu bringen, gut Ding braucht Weile, vergessen Sie
das gleich wieder, so viel Zeit haben Sie sowieso nicht, davon aber mal ganz abgesehen verdienen
Sie wirklich einen Preis fürs Hochleistungschillen, schließlich lesen sie ja immer noch anstatt sich
bereits den Schweiß von der Stirn zu wischen, übrigens ist es ganz schön bemitleidenswert, das Sie
nach den ersten 50Metern schon Schnaufen und Röcheln, dann sollten Sie nämlich doch lieber das
CT (Chattertreffen) absagen, in 4 Wochen können Sie diese nicht vorhandene Kondition auch nicht
aufarbeiten. Es sei denn Sie denken sich eine haarsträubende Ausrede aus, beliebt sind Sachen wie:
,,Mein Zigarettenkonsum ist in letzter Zeit so extrem angestiegen, ich möchte ja schon gar nicht
mehr wissen wie schlecht meine eigentlich so gute Kondition jetzt ist” Pech für alle Nichtraucher,
die Ausrede fällt für Sie flach, es sei denn, Sie behaupten erst vor Kurzem wegen Ihrer Kondition
mit dem Rauchen aufgehört zu haben, dann haben Sie gleich noch eine Ausrede für den
Wabbelkörper, denn mit irgendwas müssen Sie das Nikotindefizit ja ausgleichen, was passt da nicht
besser als der Dauerverzehr von Schokolade, es werden Sie daraufhin alle bemitleiden, auch wenn
den Meisten wohl bewusst ist, das Sie ihnen die Taschen voll hauen ohne absehbares Ende.
Für alle die noch Raucher sind, gilt dann der Spruch “ich versuche wegen der fehlenden Kondition
auf zu hören, leider klappt es nicht, jedoch hab ich ersichtlich viel Schokolade in mich reingestopft,
ich suche schon länger nach einer besseren Methode!”, der Vorteil dieser nicht mal weit hergeholt
Aussage - denn Sie rauchen und stopfen sich ja tatsächlich zu, nur eben nicht mit der Absicht das
Rauchen auf zu geben- ist das Sie hier gleich ein Gespräch entfachen, denn es gibt immer kleine
und Große Hobbyärzte die Ihnen sofort ihre persönlichen erfolgversprechenden Diagnosen zu Füßen
legen werden, lassen Sie sich um Himmels Willen nicht drauf ein, bedenken Sie, das sind genauso
Spinner wie Sie.
Nun müssen Sie entscheiden, schwitzen Sie sich die nächsten Wochen das Fett und den Schweiß,
mit größer Anstrengung, aus dem Leib und bekommen dafür nicht mal Anerkennung, denn diese
Geschöpfe gehen ja von Ihren Lügen aus. Oder Sie stecken nicht all zu viel Energie in Ihren Körper,
dafür aber mehr Elan in eine Ausrede, die Sie sich individuell ausdenken, oder meine Vorlagen
verwenden und anderweitig ausschmücken, denn bitte denken sie daran, andere Persönchen können
genauso gut lesen wie Sie und sitzen zufällig auch bei diesem Treffen, und bekommen dann für so
viel Elan wenigstens Mitleid oder zu ignorierende Tips. Also bitte: Weiter Gummibärchen
stämmen, abnehmen können sie nach dem CT immer noch.
Nun ist also der Tag des Treffens herangerückt und nun geben Sie´s schon zu, selbst der “coolste”
Chatter ist aufgeregt, aber cool wäre nicht cool, könnte Sie die Aufregung nicht überspielen. Sie
haben sich dafür entschieden mit der Deutschen Bahn zu dem CT zu fahren, dann können Sie ja nur
Hoffen nicht über Berlin fahren zu müssen, denn dann werden Sie wohl zu 90% zu spät kommen.
Glück gehabt, trotz Deutscher Bahn nur eine Stunde Verspätung, wo man doch sonst viel mehr
gewohnt ist. Wobei ich hier garantiert keine Kritik üben möchte, und wenn dann doch nur
konstruktiv, schließlich sind wir alle Menschen mit der ein oder anderen organisatorischen
Schwäche. A pro pro organisatorische Schwäche, das wird Ihnen sicher deutlichst auf einem
solchen CT bewusst, denn die meisten Treffen sind organisatorisch gesehen das reinste Chaos, was
aber nicht weiter schlimm ist, denn gerade dieses Manko macht das Ganze ja so interessant. Sie
kommen also an und Dank der vielen Chatbilder, können Sie sogar schon erste menschliche Wesen
zuordnen, auch wenn Sie zugeben müssen, das die Bilder auf das Feinste und Stärkste bearbeitet
gewesen sein müssen, denn die Menschen hier sind bei weitem nicht so schön wie auf den Fotos.
Macht nichts, das gibt nur viele Interessante Ausreden zu denen Ihre perfekt passen wird und los
gehts, hauen sie sich gegenseitig die Taschen randvoll.






Kapitel 4

Eigentliches Chattertreffen



Alle da. Geschafft. Sie sitzen alle in einer Runde, sehr viel anders als sonst ist es nicht, nur das sich
nun teilweise mit sarkastischen Kommentaren zurückgehalten wird. Schließlich folgt der
obligatorische Schlag auf die Fresse nun live mit Blut und Schmerz, obwohl das bei den schwachen
Chatterärmchen eher zu bezweifeln ist. Keine Sorge, Sie kommen hier noch voll auf Ihre kosten,
wenn ich eines an der ganzen Sache wirklich schätze, dann sind es genau diese CT´s.
Sie werden merken, viele dieser Geschöpfe sind ganz anders, als Sie sie kennen und Sie gehören
wohl zu der Sorte die sich live völlig anders gibt als online. es gibt 2 Sorten Chatter, die einen
bauen sich eine neue Identität im Chat auf, wie zum Beispiel der BWL-Student, und solche die
Spass daran haben die solchen dann zu entlarven, und genau die sind es die live so ziemlich genauso
sind wie online (Bilden sie sich bloß nicht ein sie gehören zur 2. Kategorie, sie haben das Buch
wahrscheinlich nicht gekauft um sich selbst zu belustigen, sondern eher um Ihren Chatstil zu
perfektionieren und sollten Sie sich bereits das ein oder andere Mal angegriffen gefühlt haben, so
gehören sie mit Beweislast zur ersten Kategorie, an alle anderen: Vielen Dank für Ihre höhere
Intelligenz und Spass am Leben!). Die 2. Kategorie macht das CT so richtig spannend, denn die
interessiert es gar nicht was die anderen denken, sie sind wirklich nur da um zu lachen und sich in
gesellschaftlicher Runde das ein oder andere Bier hinter die Binde zu kippen, solche Menschen sind
mitreißend, damit wird sich auch zu gegebenem Zeitpunkt die Stimmung lockern und das Gespräch
kommt ins rollen. Nun ist es wie im Chatroom und doch ganz anders und genau das ist es, was
Stammis eigentlich von anderen Chattern unterscheidet, sie kennen sich auch privat und in Farbe,
sie kennen die kleine und großen Lügen, welche sie aber bewusst ignorieren und über die sie ab und
zu das ein oder andere Spässchen machen, welche die sogenannten Touris nicht verstehen und
deshalb zum Außenseiter werden, was so alles online möglich ist. Doch zurück zum eigentlichen
Treffen, es entwickeln sich auf so einem Treffen außergewöhnlich tiefe Sympathien, auf einmal gibt
es das ein oder andere Kuschelteam, was durchaus zur Erheiterung beitragen kann, wenn man nicht
all zu verbissen ist, immer daran denken: Hier gibt es Alkohol, alle sind überdreht und brauchen
etwas um sich fest zu klammern, den einem reicht eine Falsche Bier oder ein Glas Wein, andere
suchen sich ein freiwilliges Klammeropfer und wieder andere sind einfach so Selbstbewusst das sie
über solch verzweifelte Versuche schmunzeln. Für ein Chattertreffen empfehle ich übrigens eine
Jugendherberge oder ähnliches, wenn möglich mit Feuerstelle, Bars und Kneipen sind weniger
geeignet weil der Geräuschpegel dort um einiges höher ist und die Gruppe sich ab 8 Personen
automatisch teilt, was nicht unbedingt der Sinn eines solchen Treffens ist. Aber eine solche
Erfahrung werden Sie sicher auch machen, sollten Sie nicht auf meinen Rat hören oder einfach bei
der Platzwahl ignoriert werden. Außerdem sind Bars und Kneipen Prozentual viel teurer, wenn da
dann noch die Fahrt und die Übernachtung hinzukommen, werden einige ganz schön schnaufen,
dann empfiehlt sich eine Lagerfeuerrunde mit Bierliste. was außerdem am nächsten Morgen für
Erheiterung sorgt, einer muss die Liste schließlich anführen! Und als Kleiner Tipp: es gibt noch
weitere tolle Listen, z.B. die Bommelliste, einen Bommel gibt es, wenn jemand Zum Beispiel ein
Bier Fallen lässt, die Zigarette falsch herum anzündet oder stolpert, die Regeln dafür können sie sich
selbst ausdenken, oder die Bienchenliste, ein Bienchen gibt es für eine gute Tat und last but not
least: die Blümchenliste, Blümchen gibt es für intime Aktivitäten, solche Listen bleiben in
Erinnerung und sorgen später für sogenannte “Insiderwitze”.  Und wenn Sie sich einen besonderen
Spass machen wollen, dann gestalten sie doch einfach eine Homepage oder Blog mit Bildern von
dem CT und ein paar Texten, so bleibt das CT noch lange aktiv obwohl es schon vorbei ist, sie
brauchen dazu lediglich ein bisschen HTML-Erfahrung und eine Digitalkamera und da wir im 21.
Jahrhundert leben sollte zumindest das Zweite möglich sein, für den Rest finden Sie schon
jemanden. Und vergessen sie bloß nicht Fotos von den Listen zu machen. Übrigens habe ich noch
einen tollen Tipp für die Reisekosten, bei dem ersten CT vielleicht noch nicht umsetzbar, aber sie
könnten ja die Reisekosten sozialistisch aufteilen, jeder schreibt den Betrag auf den er gezahlt hat
für die An- und Abfahrt und dann teilen sie die Summe einfach durch die Anzahl der Anwesenden,
so zahlt jeder das Selbe, bei sowas bieten sich übrigens wenn möglich Fahrgemeinschaften an,
wofür gibt es denn sonst Gruppenbahntickets? (Ich möchte bitte hier nochmal mein Lob an die Bahn
betonen, wenn schon nicht pünktlich, dann wenigstens Gruppentickets!) Ansonsten überlasse ich
jetzt Ihrem Schicksal was Chattertreffen betrifft, denn das ist eine Erfahrung die Sie durchaus
alleine schaffen, Sie sind ja gegebenenfalls schon groß.





Kapitel 5


Alltag nach dem Chattertreffen



Und nun ist schon alles wieder vorbei, Sie werfen die Tasche erstmal in die Ecke den trotz des
ganzen Spasses sind Sie kaputt. Kennen Sie das? Wenn man unter Leuten war und dann auf einmal
wieder allein? Man kommt sich selbst noch unbedeutender vor als vorher, man merkt auf einmal
wie einsam man ist und auf einmal will man eine Katze, obwohl man die Viecher eigentlich hasst.
Nach einer Stunde rumsitzen und Löcher in die Luft starren, bewegen sie sich zu Ihrem Pc, oder
holen sich Ihren Laptop und Ihnen fällt auf Sie sind nicht der oder die einzige, die nach so einem CT
nichts besseres zutun hat, als im Chat rum zu hängen, eigentlich ziemlich bemitleidenswert, oder
nicht? (Überlegen sie genau, Sie gehören mit zu den Häufchen Elend.)
Da nun der Alltag wieder losgeht, wird auch wieder heftig im Chat getratscht, über die ein oder
andere stärkere Sympathie zwischen einzelnen. Sollten sie zu den einzelnen gehören, genießen sie
ihre Zeit statistisch gesehen haben sie nicht all zu viel davon. Eine Beziehung die durch eine
Onlineunterhaltung entsteht habt eine geringe Lebenserwartung, denn diese sind zusätzlich meist
auch noch Fernbeziehungen. Man muss also doppelt so viel Vertrauen haben und so rutscht man
leider ab und zu in die Versuchung doch noch 50mal an zu rufen, um sich auch wirklich sicher zu
sein das der Partner auch wirklich ins Bett gegangen ist und dort auch schläft. Solch ein Verhalten
löst beim Partner meist eine leichte Aggression aus, welche sich im Laufe der Zeit immer weiter
entwickelt.
Vorallem wenn ihr Partner zufällig auch noch Berufstätig ist und kein biologisches Wunder das
ohne Schlaf aus kommt. Wenn ihre Beziehung jedoch schon sehr viel länger hält, sagen wir mal
schon länger als drei Jahre, denn spätestens dann knallt es richtig, können sie das Buch jetzt
eigentlich für die nächsten Zeilen weg legen, es sei denn sie erfreuen sich an dem Leid anderer
(Jaah, schwierige Entscheidung, entweder sie geben jetzt offen zu Schadenfroh zu sein und lesen
weiter, oder sie überspringen die nächsten Zeilen und können Ihre Neugier niemals befriedigen.
Verhängnisvoll nicht wahr? Da der Mensch aber nun mal ein Biest ist, können sie beruhigt weiter
lesen) Ihr Partner wird nun also durch die Nervattaken langsam aber sicher gereizt sein, und
empfindet es für das beste mal klar Text mit Ihnen zu reden, Riesengeheule, Theater reif. Vielleicht
sind ja auch sie der genervte Part der Beziehung. Also gehen wir mal davon aus, da sie ja auch der
gelackmeierte mit Café waren. Ihr Herzbube/ ihre Herzdame heult sich also die Augen aus und
schwört hoch und heilig sich zu bessern. Seien sie bitte ehrlich zu sich selbst eine solche
“Verbesserung” hält maximal 3 Wochen, dann ist alles vergessen und sie stehen wieder unter dem
Verdacht alles zu nehmen was sich anbietet. Machen sie das doch einfach mal, das soll keine
Aufforderung sein fremd zu gehen, allerdings ist es das indirekt schon. Die Beziehung, wie sie nun
so läuft, hat eh keinen tieferen Wert und ganz ehrlich, auf die paar Treffen könnten sie auch
verzichten; gibt schließlich genug einsame Seelen auf der Welt und wahrscheinlich auch in Ihrer
Umgebung, sie sollten die Couch mal mit dem Barhocker tauschen (in den meisten Irischen Pups
gibts übrigens auch Sessel), vielleicht schaffen sie es dann auch mal ohne die Taste zu einer
Kommunikation und wenn nicht schreiben sie halt Bluetoothnachrichten. Es findet sich sicher auch
jemand der sie begleitet, wenn die Berührungsängste zu stark sind, ab einem gewissen Pegel geht
bekannter Weise schließlich alles. für die Romantiker: man könnte eventuell auch im Museum
jemanden kennen lernen, erfordert nur mehr Feingefühl, aber ich will ja schließlich keinen
Flirtratgeber veröffentlichen, kann man ja aber später nochmal drüber nachdenken. Nun aber bevor
sie weg gehen, müssen sie dieses Nervenbündel so loswerden, das es sich nicht umbringt, was jetzt
um einiges schwerer ist, da sie höchstwahrscheinlich mit diesem Persönchen Sex hatten(Wie wars
denn?), sie stecken also ganz schön tief drin. “Das Leben ist kein Ponyhof!” ist jetzt leicht
unangebracht, denn den Ponyhof haben sie ja vorgespielt und wortlos hingenommen.

 




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